Ausrüstung zum Fossiliensammeln: die Grundausstattung
Für den Anfang genügt wenig. Wichtiger als teures Werkzeug sind Schutzbrille, festes Schuhwerk und Papier zum Einpacken. In Besuchersteinbrüchen kann man Hammer und Meißel oft ausleihen.
- Packliste
- 8 Teile
- Geologenhammer
- Spitz- oder Flachhammer, 500 bis 1000 g. Zum Spalten von Platten und Abschlagen kleiner Stücke.
- Fäustel und Meißel
- Für hartes Gestein: ein Flach- und ein Spitzmeißel aus gehärtetem Stahl, dazu ein Fäustel. Nie Hammer auf Hammer schlagen – gehärteter Stahl splittert.
- Schutzbrille
- Pflicht bei jedem Schlag. Gesteinssplitter fliegen schnell und weit, auch bei weichem Kalk.
- Handschuhe
- Schützen vor scharfen Kanten und Schlägen auf die Finger.
- Helm
- Überall dort, wo eine Wand über Ihnen steht – in Steinbrüchen oft Pflicht des Betreibers.
- Lupe 10-fach
- Zum Erkennen kleiner Kristalle und feiner Strukturen am Fundort.
- Einpackmaterial
- Zeitungspapier, Küchenrolle, kleine Schachteln. Jeder Fund einzeln, damit nichts aneinander reibt.
- Bleistift und Etiketten
- Fundort und Datum gleich vor Ort notieren. Bleistift verblasst nicht und hält auch Feuchtigkeit aus.
Sicherheit im Steinbruch und an der Küste
- Nie unter überhängenden Wänden oder an Abbruchkanten arbeiten. Steinschlag kommt ohne Vorwarnung.
- In aktiven Steinbrüchen nur zu den erlaubten Zeiten und auf den freigegebenen Flächen sammeln; dort wird gesprengt und gefahren.
- Steilküsten wie die Kreideküste der Ostsee brechen immer wieder ab. Abstand zum Kliff halten, auch am Strand darunter.
- Nicht allein ins Gelände, Handy und Erste-Hilfe-Set dabei. Kinder in Steinbrüchen immer beaufsichtigen.
- Löcher und Halden nach dem Sammeln so hinterlassen, dass niemand stolpert oder abrutscht.
ErlaubnisSicherheitsregeln ersetzen keine Erlaubnis. Wo man überhaupt sammeln darf, steht auf den Seiten zu den Regeln und bei den Fundorten.
Mineralien und Fossilien richtig einpacken und aufbewahren
Jeder Fund kommt einzeln in Papier und bekommt sofort einen Zettel mit Fundort und Datum. Zu Hause werden Stücke vorsichtig mit Wasser und weicher Bürste gereinigt; Säuren und Werkzeuge zum Präparieren gehören in erfahrene Hände.
Pyrit und pyritisierte Fossilien zerfallen bei hoher Luftfeuchtigkeit langsam. Sie werden trocken gelagert und regelmäßig kontrolliert. Empfindliche Kristalle stehen staubgeschützt in Schachteln oder Vitrinen.
Ohne Angaben verliert ein Stück seinen wissenschaftlichen Wert. Deshalb erhält jeder Fund ein dauerhaftes Etikett – die Etikett-Werkstatt hilft dabei.
Funde bestimmen lassen
Naturkundemuseen bieten vielerorts Bestimmungstage an, und Sammlervereine helfen bei der Einordnung. Bei einem auffälligen oder großen Fund – etwa Knochen eines Wirbeltiers – gilt: nicht weiter freilegen, Lage fotografieren und die zuständige Behörde oder ein Museum informieren. Warum das in vielen Ländern Pflicht ist, steht bei den Regeln.
