Zum Inhalt
Fossilien & Mineralien

Mineralien in den Hohen Tauern

Bergkristall aus alpinen Klüften – und ein Nationalpark mit klaren Zonen. Was in Salzburg, Kärnten und Tirol erlaubt ist.

Land
S · K · T, AT
Gestein
Kluftminerale
Schutz
Nationalpark
Geprüft
06.10.2026
Vergletscherter Großvenediger über herbstlichen Bergrücken der Hohen Tauern
Großvenediger, Hohe Tauern.

Alpine Klüfte: wo Bergkristall wächst

In den Hohen Tauern haben sich in Spalten und Hohlräumen des Gesteins, den Klüften, Kristalle gebildet: Bergkristall, Rauchquarz, Adular, Titanit und viele weitere Mineralien. Im Habachtal bei Bramberg kommt Smaragd vor. Wer hier sammelt, ist im Hochgebirge unterwegs – und fast immer in oder am Rand des Nationalparks Hohe Tauern, der sich über Salzburg, Kärnten und Tirol erstreckt.

Mineraliensammeln im Nationalpark Hohe Tauern

Fundort
Hohe Tauern
Land
Salzburg, Kärnten, Tirol, AT
Kernzone Salzburg
Sammeln verboten; Suchen ohne Werkzeug erlaubt
Außenzone Salzburg
Handhammer und Meißel bis 30 cm ohne Bewilligung, nicht auf bewirtschafteten Almen und nicht bis 50 m beiderseits markierter Wege
Kärnten
nur außerhalb der Kernzone und mit Mineraliensammelausweis
Tirol
Hammer und Meißel nach Landesrecht zulässig; Nationalparkregeln vor Ort erfragen
Info
hohetauern.at

Seit 2017 läuft im Nationalpark das Projekt „Mineraliendokumentation in den Hohen Tauern“. Rund 200 Sammler dürfen damit auch in der Kernzone suchen, wenn sie ihre Funde mit genauem Fundort dokumentieren. Die Funde dürfen sie behalten.

Bedeutende Funde in Salzburg melden

Wer im Bundesland Salzburg einen bedeutenden Fund macht – auffällig nach Größe, Seltenheit oder Zusammensetzung –, muss ihn binnen einer Woche der Landesregierung anzeigen und vor einer Weitergabe dem Land zum Erwerb anbieten. Maschinen, Sprengmittel und chemische Mittel sind beim Sammeln generell bewilligungspflichtig.

HabachtalDie Smaragdsuche im Bachbett wird touristisch angeboten. Welche Zone und welche Bewilligung für die einzelne Stelle gilt, konnten wir nicht bestätigen. Bitte vorab bei der Nationalparkverwaltung fragen.

Sicher im Hochgebirge

  • Klüfte liegen oft in steilem, brüchigem Gelände. Nur mit Bergerfahrung, guter Ausrüstung und stabilem Wetter.
  • Nicht an Felsen arbeiten, unter denen Wege verlaufen; Steinschlag gefährdet andere.
  • Grasnarbe und Wege nicht beschädigen, Fundstelle wieder herrichten.