Alpine Klüfte: wo Bergkristall wächst
In den Hohen Tauern haben sich in Spalten und Hohlräumen des Gesteins, den Klüften, Kristalle gebildet: Bergkristall, Rauchquarz, Adular, Titanit und viele weitere Mineralien. Im Habachtal bei Bramberg kommt Smaragd vor. Wer hier sammelt, ist im Hochgebirge unterwegs – und fast immer in oder am Rand des Nationalparks Hohe Tauern, der sich über Salzburg, Kärnten und Tirol erstreckt.
Mineraliensammeln im Nationalpark Hohe Tauern
- Fundort
- Hohe Tauern
- Land
- Salzburg, Kärnten, Tirol, AT
- Kernzone Salzburg
- Sammeln verboten; Suchen ohne Werkzeug erlaubt
- Außenzone Salzburg
- Handhammer und Meißel bis 30 cm ohne Bewilligung, nicht auf bewirtschafteten Almen und nicht bis 50 m beiderseits markierter Wege
- Kärnten
- nur außerhalb der Kernzone und mit Mineraliensammelausweis
- Tirol
- Hammer und Meißel nach Landesrecht zulässig; Nationalparkregeln vor Ort erfragen
- Info
- hohetauern.at
Seit 2017 läuft im Nationalpark das Projekt „Mineraliendokumentation in den Hohen Tauern“. Rund 200 Sammler dürfen damit auch in der Kernzone suchen, wenn sie ihre Funde mit genauem Fundort dokumentieren. Die Funde dürfen sie behalten.
Bedeutende Funde in Salzburg melden
Wer im Bundesland Salzburg einen bedeutenden Fund macht – auffällig nach Größe, Seltenheit oder Zusammensetzung –, muss ihn binnen einer Woche der Landesregierung anzeigen und vor einer Weitergabe dem Land zum Erwerb anbieten. Maschinen, Sprengmittel und chemische Mittel sind beim Sammeln generell bewilligungspflichtig.
HabachtalDie Smaragdsuche im Bachbett wird touristisch angeboten. Welche Zone und welche Bewilligung für die einzelne Stelle gilt, konnten wir nicht bestätigen. Bitte vorab bei der Nationalparkverwaltung fragen.
Sicher im Hochgebirge
- Klüfte liegen oft in steilem, brüchigem Gelände. Nur mit Bergerfahrung, guter Ausrüstung und stabilem Wetter.
- Nicht an Felsen arbeiten, unter denen Wege verlaufen; Steinschlag gefährdet andere.
- Grasnarbe und Wege nicht beschädigen, Fundstelle wieder herrichten.
